Katholische Kirche "St. Josef" Strausberg

Die Kirche in Strausberg

Dies ist das Innere der Kirche, Blick von der Tür in Richtung Altarraum und vom Altar in die entgegengesetzte Richtung. Klicken Sie auf die verschiedenen Elemente im Bild (z.B. Altar oder Kreuz) und Sie erfahren mehr über diese. Die einzelnen Elemente, die Sie entdecken können, finden Sie auch nochmal links neben dem Bild.

Kirchenportal

Kirchenfenster

Altar

Tabernakel

Ambo

Taufbecken

Beichtstuhl

Orgel

Osterkerze

Kreuz

Maria & Josef

Josefmosaik

 
St. Josef Strausberg innen

 

St. Josef Strausberg innen

 

Auszug aus der Chronik von St. Josef Strausberg

Die Strausberger Kirche in alten Zeiten

Als 1851 die Missionspfarrei Wriezen errichtet wurde, bekam der Pfarrer den Auftrag, auch im Landarmenhaus in Strausberg - auf dem Gelände des mittelalterlichen Dominikanerklosters - regelmäßig Gottesdienst zu feiern. In der auch für den evangelischen Gottesdienst genutzten Anstaltskapelle fanden sich Invaliden, Bettler und Landstreicher ein, aber auch etablierte katholische Bürger.

Schon 1853 aber wurde für letztere in der damaligen Ritterstraße eine eigene Kapelle sowie eine Schule eingerichtet. Die Schule wurde in der Kulturkampfzeit 1877 von der Regierung aufgelöst. Weil die Kapelle im ersten Stock immer wieder so überfüllt war, dass man Angst hatte, die Decke würde einstürzen, wurde der Gottesdienst ins Landarmenhaus zurückverlegt, was die Zahl der Mitfeiernden nicht eben erhöhte.

1899 wird die Gemeinde Strausberg-Rüdersdorf gebildet, der neue Kuratus Carl Brysch nimmt seinen Wohnsitz aber im verkehrsgünstiger gelegenen Hoppegarten. Erster Geistlicher am Ort ist Leopold Nowak (1906-07). Ein Bauplatz in der Weinbergstraße wird erworben, die Sammlung für den Kirchenbau beginnt, doch die schon fertigen Pläne können durch Krieg und Inflation nicht verwirklicht werden. 1923 wird die 1100 Seelen zählende Gemeinde Kuratie, 1928 schließlich kann Pfr. Alwin Kopschina (1920-1932) die Kirche erbauen. Diözesanbaurat Carl Kühn passte sie dem Stil der märkischen Landschaft an. Die Glasmalereien in den sieben Fenstern stellen die Spendung der Sakramente dar, ein Altarwandgemälde zeigte das alte Kloster und die neue Kirche in landschaftlicher und industrieller Umgebung.

1933 wird Müncheberg-Buckow ausgegliedert und um 1950 aus der Niederlassung der Johannesschwestern und Missionare in Strausberg-Vorstadt eine eigene Gemeinde gebildet. Nach Gründung der DDR wird Strausberg Sitz des Verteidigungsministeriums. Pfarrer ist in dieser Zeit Artur Schuldei (1934-64), er sorgt 1962 auch für eine neue Orgel der Fa. Schuke. Sein Grab befindet sich auf dem Kirchengrundstück. Unter Pfr. Grützner (1969-91) werden 1978 die Tabernakelstelle und der Altar neu aus Klinkern aufgemauert, die alte Altarmensa wird in verkleinerter Form weiter genutzt. Bei einer umfassenden Sanierung werden 1992-1994 auch die Kanzel und Marienaltar in diesem Stil ausgeführt.

1994 wird die Maria-Immaculata-Gemeinde in Strausberg-Vorstadt wieder mit der Muttergemeinde vereinigt.

Quelle:    "Katholische Kirche zwischen Uckermark und Oderland", Herausgegeben von der Pressestelle des Erzbistums Berlin 1998


  Englische Version der Chronik